| Versuche niemals, eine Leiche darstellen zu müssen
in einer Filmserie! Danach bist du tot. Nämlich du darfst dein markantes
Gesicht nicht mehr in weiteren Folgen der Serie in die Kamera halten. Die
Zuschauer würden erkennen: Hey, diese Gestalt war doch vor vier Folgen
eine Leiche! Ob unsere muntere
Leichen-Darstellerin von diesem Fluch weiß, der ihr nun in der Serie "Soko
Stuttgart" (die aktuelle Folge "Triple A" hat eine Seriennummer oberhalb
von 300!) bevorsteht? Schauspieler, die markante Rollen in einem
Serienfilm spielen, sollen von weiter weg dazu-engagiert werden. Die
Menschen, die nahe am Drehort - hier Stuttgart; zum Drehzentrum kann ich
mit dem Fahrrad fahren - wohnen, soll man bitte so einsetzen, dass sie
vielfach und auch mal als Springer ("eine Stunde nach der Anfrage
war ich zur Stelle") in der Film-Serie herumlaufen können.
Unsere Leichen-Darstellerin lag gefühlt zwei Stunden
auf kaltem Boden, obwohl alle Szenen, bei denen sie nicht direkt im Bild
lag, mit einer Puppe gedreht wurden. Ich hoffe für sie, dass man ihr eine
lage-genaue Isomatte untergelegt hatte.

Nicht atmen ab dem Ruf "Bitte" bis
zum Ruf "Danke" beim Drehen der Szene - das ist die Kunst des
Leichenspielens :-)

... und weil die Leiche gar nicht
aufhörte da zu liegen, durften wir auch ein wenig witzeln:
Direkt am Drehort finden zehn mal
mehr Szenen vor und neben der Kamera statt, als nachher in der fertigen
Produktion zu sehen sind :-) Hier zwei Fotos vom Tatort - links mit toter,
rechts mit winkender Leiche.
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